Presseerklärung der DKP Freiburg zu der rassistischen Hetzjagd in Chemnitz

Völkischer Mob außer Rand und Band. Polizei duckt sich.

Die DKP Freiburg verurteilt die barbarische Hetzjagd nationalistischer Horden im sächsischen Chemnitz und ruft zum bundesweiten Widerstand gegen die braunen Banden und Ihre blau-braunen Anheizer auf.

Angefeuert von AfD-Hetzern in Nadelstreifen, entlud sich das todbringende Gemisch aus Angst, Hass und Selbstverachtung, welches in rassistischer Gewalt seinen materiellen Ausdruck findet, im sächsischen Chemnitz durch Übergriffe auf Migranten und auf als Ausländer wahrgenommene Menschen.

Den willkommenen Anlass lieferte ein Messerangriff mit tödlichem Ausgang auf einen 35jährigen. Ironischerweise hatten nicht bloß der Täter, sondern auch das Opfer Migrationshintergrund.

Der Mob fordert also ein Mordmonopol für Deutsche, wenn er Migranten durch die Stadt hetzt, weil ein Migrant sterben musste.

Skandalös ist das Verhalten der Polizei, wenn man überhaupt von Verhalten sprechen mag. Das Gewaltmonopol lag bei den Nazis. Die sächsische Polizei, zu anderen Anlässen deutlich weniger zimperlich, duckte sich weg und war – wenn nicht offen sympathisierend – zumindest (auch zahlenmäßig) überfordert.

Wer Rostock und Hoyerswerda nicht vergessen hat, weiß, wo das enden kann.

Ohne in Nostalgie zu verfallen, erinnert die DKP Freiburg auch aus Anlass des 200. Geburtstages des Namensgebers an die nicht zu leugnende Tatsache, dass in Zeiten, als Chemnitz noch Karl-Marx-Stadt hieß, diese faschistischen Exzesse undenkbar waren.

Wir fordern alle Antifaschistinnen und Antifaschisten dazu auf, sich Rassisten und Faschisten überall in Wort und Tat entgegenzustellen.

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